Hepa Merz Infusionskonzentrat ist ein Arzneimittel zur Stimulierung der Ammoniakentgiftung durch Steigerung der Harnstoffsynthese in der Leber und zur Ammoniakentgiftung im Gewebe außerhalb der Leber (extrahepatisch). Es wird zur Behandlung von Bewusstseinsstörungen infolge Leberversagens, also bei latenter oder manifeste hepatischer Enzephalopathie, eingesetzt. Das Konzentrat dient der Herstellung einer Infusionslösung und wird durch den Arzt einer Infusionsgrundlage zugefügt. Die Anwendung erfolgt in Abstimmung mit einem Arzt oder Apotheker; der Arzt passt die Dosis an Schweregrad und individuellen Bedarf an und berücksichtigt mögliche Gegenzugungen sowie Begleiterkrankungen. Die Mischung aus dem Infusionskonzentrat und dem Infusionsgrund kann üblicherweise gemischt werden; eine gesundheitlich relevante Anomalie in der bisherigen Mischbarkeit ist bislang nicht bekannt. Das Produkt ist zu verwenden gemäß ärztlicher Anordnung. Beachten Sie, dass Überdosierung bisher nicht mit Vergiftungserscheinungen verbunden war; im Notfall sollte der behandelnde Arzt entsprechende Maßnahmen einleiten. Die Anwendungsgebiete umfassen die Unterstützung der Leberfunktionen bei Enzephalopathie und die zusätzliche Ammoniakentgiftung im Gewebe, wodurch der Zustand der Patienten überwacht und angepasst wird.
Zusammensetzung
- 5 g Ornithin aspartat
- 2,49 g Ornithin
- 2,47 g AspartatIon
- Wasser, für Injektionszwecke
Anwendung und Dosierung
Das Arzneimittel ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Vor der Anwendung setzt Ihr Arzt die Ampullen zu einer Infusionslösung zusammen und infundiert das Arzneimittel in dieser Form. Das Konzentrat ist mit üblichen Infusionsgrundlagen mischbar; bisherige Mischbarkeit war unauffällig, die Mischung sollte jedoch durch den Arzt geprüft werden. Sofern von Ihrem Arzt nicht anders vorgesehen, beträgt die empfohlene Dosis bis zu 4 Ampullen täglich. Bei beginnender Bewusstseinsstörung (Präkoma) oder Bewusstseinsstörung (Koma) kann der Arzt je nach Schwere bis zu 8 Ampullen innerhalb von 24 Stunden verabreichen. Bei Fragen zur Anwendung sollte der Patient oder Begleitperson den Arzt oder Apotheker kontaktieren. Im Fall einer größeren Einnahme als verordnet, sollten Vergiftungserscheinungen bislang nicht beobachtet worden sein; der Arzt wird gegebenenfalls die Beschwerden behandeln.
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn eine Allergie gegen Ornithinaspartat vorliegt oder bei stärkerer Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz). Als Richtwert gilt ein Serumkreatininwert über 3 mg/100 ml.
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